Juliane Herrmann

Juliane Herrmann

Juliane Herrmann wurde 1989 in Jena (Deutschland) geboren. Von 2008 bis 2012 studierte sie einen Bachelor in Fotografie an der Fachhochschule Dortmund. 2011/2012 war sie Teilnehmerin der Masterklasse des Noorderlicht Festivals in Groningen (Niederlande), unter der Leitung von Lars Boering und Marc Prust. Ab 2012 studierte Juliane Herrmann Dokumentarfotografie an der Kunstakademie AKV/St. Joost in Breda, in den Niederlanden und schloss im Sommer 2014 mit einem Master of Photography ab.

2014 erhielt Herrmann ein Stipendium des DAAD und gewann unter anderem den ersten Preis beim Deutschen Jugendfotopreis mit ihrer Arbeit „Man among Men“. Herrmanns Arbeiten wurden international ausgestellt und publiziert. So war sie unter anderem in Ausstellungen in Deutschland, Griechenland, den Niederlanden und Brasilien vertreten. Juliane Herrmann arbeitet als Dokumentarfotografin und -filmerin im Raum Köln.

 


Man among Men

Die Arbeit „Man among Men“ sucht nach einer neuen Sichtweise auf die geschlossene Gesellschaft der Freimaurer.

Üblicher Weise als reiner Männerbund existieren heutzutage auf der ganzen Welt verschiedene Formen der Freimaurerei und die Mitgliederzahl wird auf etwa sechs Millionen Menschen geschätzt. Die Freimaurerei ist eine Bruderschaft, welche ihren Ursprung in den spätmittelalterlichen Steinmetz-Zünften hat. Im 21. Jahrhundert ist die Freimaurerei weniger eine „Geheimgesellschaft“ als vielmehr eine „Gesellschaft mit Geheimnissen“. Die Grundideale der Bruderschaft sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Im Vordergrund steht die Arbeit an sich selbst.

Juliane Herrmanns Arbeit weist nicht nur darauf hin, dass die Freimaurer nach wir vor existieren und welche Werte sie vertreten, sondern versucht gleichzeitig mit überholten Vorurteilen aufzuräumen. Ihre Fotografien zeigen ein komplexes, humorvolles und teilweise widersprüchliches Bild der Freimaurerei und möchten somit ein neue, differenzierte Sichtweise auf die Thematik schaffen.

Da Freimaurerei eine international arbeitende Organisation ist, fotografierte Herrmann unter anderem in Deutschland, den Niederlanden, Brasilien und England.

Die hier präsentierte Auswahl gewährt einen Einblick in die Freimaurerei Nordrhein-Westfalens und insbesondere des Rheinlandes, wo es eine lebendige Freimaurerkultur gibt. Freimaurerlogen aus Köln, Bonn und Dortmund stehen im Vordergrund der gezeigten Auswahl.
Das Projekt befindet sich noch im Prozess. 2017 soll ein gleichnamiges Fotobuch folgen.



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